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“Weißer Knoten – die Kampagne gegen Homophobie”


Endlich: Das Plakat fürs Museumsuferfest + Frankfurt

Endlich: Das Plakat fürs Museumsuferfest + Frankfurt

  Warum jetzt eine Kampagne gegen Homophobie und für Gleichstellung? Seit 2001 gibt es die Lebenspartnerschaft und viele Deutsche denken, damit sei doch die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und ihren Familien rechtlich und sozial hergestellt. Das ist leider ein Irrtum!

  Eine Ungleichbehandlung zwischen Verpartnerten undVerheirateten besteht weiter und die Gewalt gegen Schwule und Lesben nimmt offenbar in Deutschland wieder zu.

  Vor der körperlichen Gewalt gegen Homosexuelle steht meist verbale Gewalt.  Oft wird solcher Homohass religiös oder mit der “natürlichen Ordnung”  begründet.

 Der weiße Knoten soll den Blick auf  die offene und subtile Homophobie in Hessen, Deutschland und Europa lenken. Denn Information, Öffentlichkeit und Transparenz sind wohl die besten Mittel gegen Ideologie, Gewalt und Unterdrückung.

   Wir wollen nicht länger schweigen, wenn Lesben, Schwule und ihre Familien herabgewürdigt, angegriffen und in Ihren Bürgerrechten beschnitten werden. Homohass und Gewalt in Wort und Tat sind nicht tolerierbar!

  Deshalb  setzen wir ein neues, positives Zeichen gegen Homophobie und für Gleiche Rechte von Lesben, Schwulen und ihren Familien.

  Aufmerksamkeit für Homophobie können Lesben, Schwule und ihre Familien nicht allein herstellen. Sie sind ja betroffen – “also nicht objektiv”. Also brauchen wir die Hilfe unserer heterosexuellen Freundinnen, Freunde und wenn möglich unserer Familien: tragen immer mehr Menschen den weißen Knoten in der Öffentlichkeit – dann setzen wir ein stilles und sichtbares Zeichen der Solidarität!

Und darüber wird man sprechen, schießlich auch in den Medien!

Noch mehr Infos gibt’s im Anschluss auf dieser Startseite.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Ralf Harth, LSVD Hessen – Landesvorstand/Pressesprecher, eMail:Ralf.Harth {at} LSVD(.)de

Willkommen auf der Kampagneseite

 

AKTION BEIM “LAUF FÜR MEHR ZEIT” IN FRANKFURT AM 13.9. VON 15- 19 UHR

Am Sonntag, den 13.9. findet der wieder das Benefizereignis LAUF FÜR MEHR ZEIT in Frankfurt an der Alten Oper statt. Die Frankfurter Aids Hilfe bewegt Frankfurt und viele Frankfurter Bürgerinnen und Bürger. => Mehr Info:  http://www.lauf-fuer-mehr-zeit.de/

Wir sind dabei: mit einem Infozelt, um für den weißen Knoten werben. Aufbau ab 15 Uhr. Wer dabei sein will ist herzlich willkommen!

Es gibt weiße Knoten zum Selbstkostenpreis, Plakate und Flyer zur Kampagne gegen Homophobie. Wir produzieren gemütlich neue weiße Knoten, bringen den Knoten an die Frau und den Mann und machen flotte Fotos  von stolzen KnotenträgerInnen.  Bist du dabei? Wer helfen will ist herzlich willkommen. 

Zudem bieten wir die Möglichkeit die LSVD-Kampagne ARTIKEL 3 GG aktiv zu unterstützen. Wir sammeln Unterschriften für die Erweiterung des Gleichheitsartikels § 3 Grundgesetz um “die sexuelle Identität”.

Damit zukünftig auch Lesben, Schwule und ihre Familien vor Benachteiligung, Diskriminierung und Gewalt verfassungsrechtlich geschützt sind.

INFOZELT MIT KNOTENMANUFAKTUR

Wer wissen will wie der weiße Knoten entsteht, der kommt zum LSVD Zelt von 13-17 Uhr. Während des Lauffestes an der Frankfurter Alten Oper produzieren wir laufend neue weiße Knoten, um ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen – in Handarbeit. Zugucken und mitmachen. Musik gibt’s gratis – gute Laune auch!

PROFIFOTOS MIT WEISSEM KNOTEN

Vor allem  bunte unifarbene Trikots oder Jackets passen bestens zum weißen Knoten. Ein Bild für die Götter und unserem Fotografen Christoph, der professionelle Fotos schießen wird.

Prominente und verschwitzte SportlerInnen sind herzlich willkommen sich mit dem weißen Knoten ablichten zu lassen. Natürlich nicht nur die: jede Frankfurterin und jeder Frankfurter, ob homosexuell, heterosexuell oder multisexuell ist als Mensch eingeladen ein sichtbares Zeichen gegen Homophobie zu setzen. Eine einmalige und einfache Chance, was für Gleiche Rechte zu tun.

SOLIDARITÄT ZEIGEN – ZEICHEN SETZEN

Deshalb ist es so passend, daß wir – bei einem Ereignis für Solidarität mit HIV und AIDS Erkrankten – gemeinsam etwas gegen Homophobie und für Gleiche Rechte tun können. Denn mit dieser öffentlichkeitswirksamen Aktion bringen wir den weißen Knoten in die Medien und damit die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und ihren Familien voran.

12.9.09 (rah)

Mehr Informationen:

Wir Lesben und Schwule schaffen das nicht allein: der Kampf gegen Homophobie und für Gleichstellung muß aus der Homoecke raus und in die Gesellschaft hinein: dazu brauchen wir die Hilfe unserer heterosexuellen Freundinnen und Freunde – und die Unterstützung unserer Familien!

Gemeinsam können wir den Haßpredigern und der Propaganda von Evangelikalen, Erzkatholiken und Extremisten aktiv widersprechen.

Dem Homohass widerstehen

In Deutschland wird die eingetragene Lebenspartnerschaft auch Homo-Ehe genannt und von der Mehrheit der Bevölkerung anerkannt. Nur eine Minderheit hetzt weiter gegen die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und ihren Familien.

Diese Minderheit ist nicht ohne politischen Einfluss, wie sich jüngst in der Marburger Philipps-Universität zeigte: evangelikale “Homo-Heiler” konnten in staatlichen Räumen unter dem Deckmantel der Wissenschaftsfreiheit ihre homophoben Thesen verbreiten.  Diese Gruppen und Vertreter wollen weiter diskriminieren, auch wenn Ihnen die rationalen Argumente ausgehen. 

Marburger Demo gegen Homheiler und religiöse Fundamentalisten

In Marburg demonstrierten 1.000 Menschen machtvoll: gegen Homophobie, Sexismus und religiösen Fundamentalismus. Es war eine der größten Demonstrationen in Marburg:  heterosexuelle und homosexuelle setzten ein Zeichen – keinen Raum lassen für Homohasser.

Eine Diskussion mit homophoben Gruppen ist aufwändig und meist fruchtlos. Sie wissen aber auch die Medien zu beeinflussen, wie es die Debatte in der Marburger Presse deutlich zeigt.

Auch deshalb müssen wir die Mehrheit der Gesellschaft als unseren Bündnispartner erreichen und gewinnen: mit dem weißen Knoten soll das leichter gelingen!

Hintergrundinformation

Unser weißer Knoten hat ein Vorbild: in Kalifornien ist es ein Symbol für das Eingehen einer Verbindung/Partnerschaft/Ehe: “to tie a knot” heißt eine enge Verbindung eingehen. Es steht für die Forderung nach “mariage eqality”, sprich Gleichstellung homosexuellen Partnerschaften mit der “heterosexuellen” Ehe.

In Deutschland wurde 2001 die Lebenspartnerschaft mit vielen Pflichten und einigen Rechten eingeführt. Die volle Gleichstellung mit der Ehe fehlt uns noch! Der weiße Knoten kann auch hier in Deutschland stehen für das unbeschränkte Recht für alle Menschen sich verbinden und heiraten zu dürfen.

Im Deutschen bedeutet “einen Knoten machen” u.a. eine Eselsbrücke bauen, um sich an etwas Wichtiges zu erinnern, z.B. das Homophobie eine erschreckende Form der Freiheitsbeschränkung von 5-7% Lesben und Schwulen in Hessen und Deutschland ist. Zudem behindert und bremst religiöse und politische Homophobie die rechtliche und soziale Gleichstellung und damit die Modernisierung der Bürgerrechte in unserem Land. 

Kampf für Gleichstellung und gegen Homophobie

Dagegen setzen wir ein Symbol, das zum Zeichen gegen Homophobie und Intoleranz werden kann. Und uns helfen kann bei der Aufklärung über den Stand der rechtlichen und sozialen Gleichstellung in Hessen und Deutschland.

Wir glauben es ist wichtig, daß sich alle erinnern: Homophobie ist Alltag. Nicht immer direkt gewalttätig, sondern subtil, aber nicht weniger gefährlich. Aktuelle Schlagzeilen aus Tel Aviv und Italien machen deutlich: die rechtliche Gleichstellung hat Fortschritte gemacht, aber soziale Gleichstellung ist in Hessen und Europa leider noch nicht gelebte Wirklichkeit.

31.8.2009 (rah)